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Schnittstelle _ architektur _ wasser

Bambustürme für sauberes Trinkwasser

In vielen abgelegenen Dörfern in Äthiopien und auf der ganzen Welt ist die Gewinnung von Trinkwasser häufig eine gefährliche und zugleich beschwerliche Aufgabe/Herausforderung. Nur ein Drittel aller Äthiopier besitzt einen Zugang zu sauberem Trinkwasser – ein Problem, dessen sich der italienische Architekt Arturo Vittori mit seinem Projekt Warka Water annimmt.

Die Konstruktion ist eine Art Wassersammelstation in Form eines großen Turmes. Gefertigt wird dieser aus recycelbaren, lokalen Materialien, die mit Hilfe traditioneller Techniken verarbeitet werden.
Das kostbare Wasser kann so auf drei verschiedene Arten gewonnen werden: „Warka Water“ dient zum einen als Regenwasserspeicher, zum anderen legen sich Nebeltropfen auf das feinmaschige Netz oder es bildet sich auf der großen Fläche über Nacht Tau.

Ganz ohne Strom, nur durch die Schwerkraft, läuft das aus der Luft gefangene Wasser durch ein Filtersystem und anschließend zur Speicherung in einen 3.000-Liter-Wassertank. Doch der Turm ist nicht in allen Regionen gleich effektiv – so funktioniert er am besten in nebligen Gebieten, wie zum Beispiel im Gebirge, denn dort befindet sich deutlich mehr Feuchtigkeit in der Luft. Durchschnittlich 50 bis 100 Liter Wasser am Tag können durch diese ökologische Methode gewonnen werden.

Inspiriert wurde Arturo Vittori bei dem Entwurf des Warka-Turms von Insekten und Pflanzen, die die Fähigkeit entwickelt haben, Wasser aus der Luft zu sammeln und zu speichern, um in den verschiedensten Regionen der Erde überleben zu können.
Der Name des Projekts geht zurück auf den sogenannten „Warka-Baum“, der in Äthiopien besonders häufig vorkommt. Der riesige Feigenbaum schenkt den Bewohnern frische Früchte und spendet Schatten, gleichzeitig dient er als zentraler Treffpunkt der Dorfgemeinschaft – genauso wie „Warka Water“, der über einen großflächigen Baldachin verfügt. Auch Gemüsebeete sollen zukünftig im Schatten des Turms ihren Platz finden und Bewohner so mit frischen Nahrungsmitteln versorgen.

Auch ACO bietet Lösungen für die Speicherung von Regenwasser wie das Rigolensystem ACO Stormbrixx


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