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Schnittstelle _ architektur _ wasser

Next Tokyo: Zwischen Wasser und Wolken

Die Bevölkerung der japanischen Hauptstadt wächst – ebenso die Bedrohung durch die Natur.
Die Lösung, die Kohn Pedersen Fox Assoc. und Leslie E. Robertson Assoc. vorschlagen, sieht auf den ersten Blick paradox aus: ein neuer Stadtbezirk für 500.000 Bewohner auf dem Wasser der Bucht von Tokio mit einem 1.600 Meter hohen Wolkenkratzer.
Doch innovative Ideen machen aus der Vision ein durchdachtes Konzept.

Der steigende Meeresspiegel, Erdbeben und Taifune bedrohen schon heute die japanische Hauptstadt, die sich aufgrund der wachsenden Bevölkerung immer weiter ins Wasser vorschiebt.

Auch Next Tokyo setzt auf künstliche Inseln und schafft an der engsten Stelle zwischen Kawasaki und Kisarazu eine künstliche Verbindung. Der dahinter liegende nördliche Teil der Bucht wird so vor Wind und Wellen geschützt.

Allerdings handelt es sich nicht um eine durchgängige Grenze, sondern um eine Ansammlung sechseckiger Strukturen mit einem Durchmesser von 150 - 1.500 Metern. Die Strukturen haben unterschiedliche Funktionen – von Wohnen über Erholung bis Landwirtschaft. Wellenbrecher rund um den neuen Stadtteil schützen zusätzlich.

Erschlossen wird Next Tokyo über Tunnel für die nächste Generation von öffentlichen Transportmitteln, beispielsweise die Hochgeschwindigkeitstransport in Vakuumröhren.

Im Zentrum der Planung steht der Sky Mile Tower mit einer Höhe von 1.600 Metern.
Im Vergleich: Der Burj Khalifa misst „nur“ 828 Meter.

Der geplante Wolkenkratzer besteht aus vertikalen Segmenten, die versetzt angeordnet sind und durch vier Sky-Lobbys alle 320 Meter verbunden werden. Im Gegensatz zu einer massiven Konstruktion wird durch die „Lücken“ die Windlast reduziert.

Wirklich innovativ ist auch das Versorgungskonzept.
Energie wird durch Photovoltaik und Mikroturbinen im Sky Mile Tower erzeugt. Zusätzlich wird die kinetische Energie der Züge genutzt.

Einige der Sechsecke sind mit Meerwasser gefüllt. Hier werden Algen als nachwachsender Rohstoff zur Energiegewinnung gezüchtet. Darüber hinaus macht der Wolkenkratzer seinem Namen alle Ehre: Für einen Teil der Trinkwasserversorgung des Turms sollen die Wolken angezapft werden.

Renderings und Pläne: © Kohn Pedersen Fox


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