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Schnittstelle _ architektur _ wasser

Cité des Mériens: Eine schwimmende Universität

Die ganze Leidenschaft des französischen Architekten Jacques Rougerie gilt dem Leben im und unter Wasser. Seit Jahrzehnten experimentiert er mit schwimmenden Strukturen.
Seine aktuelle Vision: eine schwimmende Stadt und Forschungseinrichtung für 7.000 Menschen.

Jacques Rougerie bezeichnet sich selbst als pragmatischen Träumer - und er hat einen langen Atem.
Bereits vor 40 Jahren baute er schwimmende Konstruktionen, mit denen das Leben unter Wasser beobachtet werden konnte. Denn, so ist Rougerie überzeugt, die Zukunft der Menschheit liegt unter anderem im Wasser.

Um die Ozeane besser zu erkunden, ihr Potenzial als Energie- und Nahrungsquelle sowie als Lebensraum zu erforschen, hat Rougerie den SeaOrbiter als schwimmendes Über- und Unterwasser-Labor entwickelt.
Mittels globaler Internetverbreitung und Crowdfunding treibt er die Realisierung voran.

Nun geht Jacques Rougerie noch einen Schritt weiter: In der Cité des Mériens sollen bis zu 7.000 Ozeanographen, Professoren und Studenten über einen langen Zeitraum auf dem Meer leben - völlig autark.Die Aufgabe der internationalen Universität: die Beobachtung und Analyse der biologischen Vielfalt der Meere sowie die Erstellung einer globalen Datenbank.

Die einem Manta Rochen nachempfundene Form mit einer Gesamtlänge von 900 Metern und einer Breite von 500 Metern bietet in den Flügeln Platz für Hörsäle, Wohnungen, Labore sowie Freizeiteinrichtungen.

Im Inneren ist ein Hafen für Forschungsschiffe wie den SeaOrbiter vorgesehen. Auf beiden Seiten des Zufahrtskanals sind Aquakultur-Zuchtfarmen integriert und an den Enden der Flügel Hydro-Gewächshäuser. Die schwimmende Universität treibt mit den Strömungen durch die Ozeane. Ihre Energie bezieht sie natürlich auch aus dem Meer.

Bilder: © Jacques Rougerie


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