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Regenwassermanagement: miteinander statt gegeneinander

Überflutete Straßen, vollgelaufene Gebäude und Schäden in Millionenhöhe - wenn die Kanalisation die Wassermassen bei Starkregenereignissen nicht mehr aufnehmen kann, sind die Folgen für Städte und ihre Bewohner verheerend. Klimaexperten sind sich einig: Solche Wetterextreme werden zunehmen. Doch wie kann man sich zukünftig schützen?

Während in der Vergangenheit weitestgehend mit Konzepten agiert wurde, die auf "Verteidigung" setzten, geht es heute vielmehr um Konzepte, die sensibel und nachhaltig mit den temporär auftretenden Wassermassen agieren. Ziel ist es, das Wasser zwischenzuspeichern und zeitversetzt an den Wasserkreislauf abzugeben oder es versickern zu lassen anstatt es wieder in die Kanalisation einzubringen.

Im privaten Bereich sind Bauherren durch § 55 des Wasserhaushaltsgesetzes (WHG) verpflichtet, Regenwasser, das auf dem neu bebauten Grundstück auftritt, getrennt vom häuslichen Schmutzwasser zu sammeln und entweder zu versickern, zu verrieseln oder ohne Vermischung mit Schmutzwasser direkt oder über eine Kanalisation in ein Gewässer einzuleiten.

Auch im urbanen Hochwasserschutz hat ein Umdenken begonnen. "Mit dem Wasser leben" - mit diesem Leitsatz können für betroffene Städte völlig neue planerische und architektonische Ansätze generiert werden. Daraus entsteht ein interdisziplinäres Zusammenspiel von Wassermanagement, Stadtplanung, Architektur und Landschaftsarchitektur.

Das Spektrum konkreter Maßnahmen ist breit. Kleinmaßstäbliche Einzelmaßnahmen sind beispielsweise die Dach- und Fassadenbegrünung sowie die Flächenentsiegelung mit wasserdurchlässigen Pflaster- und Straßenbelägen. Im urbanen Kontext können Regenspielplätze, bepflanzte Flächen und der Aufbau von Wasserwegen punktuell entlasten. Einen umfassenden Hochwasserschutz bieten großmaßstäbliche Konzepte und Masterpläne, die unterschiedliche Maßnahmen kombinieren. Gleichzeitig geht es um die Neugestaltung von öffentlichen Räumen - Straßen, Plätzen und Parks -, die ein offenes Nebeneinander von (temporärem) Wasser und Infrastruktur erlauben.

Dieses Mehr an "Grün in der Stadt" generiert weitere positive Effekte: Luftreinhaltung, Hitzeschutz und eine Erhöhung der Biodiversität. Für die Bewohner bedeutet dies eine insgesamt höhere Lebensqualität. Aus der Bedrohung kann so zukünftig eine Chance für urbane Gestaltung und den nachhaltigen Umgang mit der wertvollen Ressource Wasser werden.

ACO bietet mit der Systemkette - collect, clean, hold, release - heute schon Entwässerungslösungen für ein modernes und nachhaltiges Regenwassermanagement. Gute Praxis-Beispiele für ein nachhaltiges Regenwassermanagement sind der Watersquare in Rotterdam und die Entwässerung des CITTI-Parks in Flensburg. Mehr Informationen zur Freiflächenentwässerung, Entsiegeln und Versickerung finden Sie hier. Oder sprechen Sie uns an. Die ACO Architektenberater unterstützen sie gern fachkundig.

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