Forschungscenter im Tschadsee – In seinem Element

Forschungscenter im Tschadsee – In seinem Element

Der Wasserspiegel des afrikanischen Tschadsees schwankt seit jeher stark. Doch der aktuell extrem niedrige Wasserstand ist menschengemacht. Der kamerunische Architekt Hermann Kamt macht mit dem Projekt „The Forgotten – Dead or Alive“ darauf aufmerksam.

Forschungscenter im Tschadsee – In seinem Element

Forscher sind sich einig: Die maßgebliche Ursache für das Schrumpfen des Tschadsees ist zum größten Teil der Klimawandel. Wenn die Entwicklung nicht gestoppt wird, droht der See im Dreiländereck von Nigeria, dem Tschad und Kamerun komplett auszutrocknen. Bereits jetzt leiden Millionen von Menschen an den Folgen.

Der Architekt Hermann Kamt begegnet dem Problem mit einer Vision: Er möchte den Tschadsee wieder auffüllen – mit Wasser aus dem 1.000 Kilometer entfernten Atlantik. Eine Pipeline soll etwa 45.000 Kubikmeter Meerwasser pro Stunde befördern. Das Wasser wird entsalzen und in den See geleitet. Vor Ort sorgt ein schwimmendes Forschungscenter für Süßwasserbiologie dafür, dass das Befüllen überwacht und mit Maßnahmen zur Wiederaufforstung flankiert wird.

2080 – so das Szenario – ist der Tschadsee wieder auf seine ursprüngliche Größe angewachsen. Eine ökologisch sinnvolle Bepflanzung und Renaturierung sorgen dafür, dass der Wasserstand dann auf natürliche Weise gehalten werden und der Tschadsee wieder das sein kann, was er war: Die Quelle für Leben.

Als Experte für Entwässerung ist ACO die Bedeutung des Wassers bewusst, Nachhaltigkeit wird entsprechend großgeschrieben. Darüber hinaus setzt sich ACO auch mit den Folgen des Klimawandels auseinander. Denn was in Afrika zu Dürren führt, sorgt beispielsweise in Deutschland für ein Zuviel an Wasser. Starkregenereignisse stellen neue Anforderungen an die Entwässerung und den Schutz von Gebäuden. Jetzt mehr erfahren.

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