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„Tidal Terrains“ – Neue Möglichkeiten für die Themse

Quer durch London schlängelt sich die berühmte Themse und prägt das Stadtbild der britischen Metropole – und das, obwohl sie aufgrund ihrer schlechten Wasserqualität weder zum Baden noch zum verweilen einlädt. Um den Fluss wieder zu reaktivieren, entwickelte die amerikanische Architektin Mary Denman das Projekt Tidal Terrains.

Für die Zukunft prognostizieren Experten des Klimawandels einen extremen Anstieg der Temperaturen und damit verbunden des Meeresspiegels. Besonders nah am Wasser liegende Städte könnten dadurch bedroht sein.
Die Architektin Mary Denman will diesen veränderten Umweltbedingungen auf eine ganz neue Art und Weise begegnen und entwickelte das Projekt „Tidal Terrains“ – ein schwimmender, dynamischer Park, der auf die wechselnden Wasserstände reagiert und gleichzeitig die Themse neu belebt.

Dieser einzigartige Ort soll als eine Verbindung zwischen den beiden Flussseiten dienen und Besuchern unter anderem eine eindrucksvolle Wasserlandschaft zum Schwimmen und Baden bieten.
Da die Themse ein Gezeitenfluss ist und ihr Wasserstand um bis zu sieben Meter schwankt, werden die schwimmenden Betonelemente von Unterwasserkolben unterstützt – so können sich diese auf- und abwärts bewegen und verschiedene Ebenen sowie eindrucksvolle Wasserfälle erzeugen. 

Darüber hinaus beinhaltet das Projekt einen integrierten Kreislauf, in dem Algen, Abwasser und Kohlenstoffdioxid in Energie, Nahrungsmittel und sauberes Wasser umgewandelt werden.

„Tidal Terrains“ ist im Rahmen des Architekturwettbewerbes „Laka 2018: Architektur, die reagiert“ entstanden und wurde mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Von der Themse zweigt am Limehouse Basinin London im Lee Valey der Regent’ Canal ab: ein fast vergessener Wasserweg mit viel Potenzial für neue Ideen. Erfahren Sie hier mehr.

 


 

 

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