L.I.BO. – Living in Borneo

L.I.BO. – Living in Borneo
Update einer Architektur_Wasser-Vision

Mitte der 1990er Jahre sorgte das niederländische Büro West8 mit seinem Masterplan für die ehemalige Amsterdamer Hafenanlage Borneo-Sporenburg für Aufsehen. Es war die städtebauliche Antwort auf eine moderne Gesellschaft und eines der ersten Projekte auf einem ehemaligen Hafenareal. 2013 griff ein Wettbewerb diese Qualitäten auf und führte sie in das neue Jahrtausend.

L.I.BO. – Living in Borneo

Aufgabe war es, für eine unbebaute Restfläche am östlichen Ende der Borneo-Halbinsel ein Wohnhaus sowie einen freiräumlichen Abschluss für die gesamte Bebauung zu entwickeln. Hier sollten unterschiedliche und bisher fehlende Infrastrukturangebote integriert werden. Die drei Siegerentwürfe setzen sich alle mit unterschiedlichen Besonderheiten der vorhandenen Architektur und der Situation vor Ort auseinander.

Der erste Preis „Building Void“ führt die Vorgabe von West8 weiter, die Häuser über einen innenliegenden Hof zu belichten und mit privatem Freiraum zu versehen. Der gesamte Grundriss ist um einen Luftraum organisiert. Der neue Freiraum verbindet Wasser und Straße über eine Holzkonstruktion mit unterschiedlichen Ebenen. Die Funktionen – Garten, Schwimmbad, Spielplatz, Fahrradparkplatz etc. – bestimmen die Ausgestaltung. (Entwurf: Elena Capodarca, Luca Caroti)

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Das Projekt „Fuzz.Box“ konnte mit einem innovativen Energiekonzept den zweiten Preis gewinnen. Das Gebäude ist so konzipiert, dass Windtunnel entstehen. Die Außenhaut ist mit piezoelektrischen Fasern beschichtet. Die Härchen erzeugen durch die Bewegung im Wind Energie und nutzen so die vorherrschenden Bedingungen zur Energieversorgung. (Entwurf: Bradley Edwards Architect)

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Der dritte Preis „Open Space2“ transformiert die allgegenwärtige optische Verbindung von Gebäude und Wasser in Form von Spiegelungen in eine erleb- und nutzbare Verzahnung. Die Struktur des Freiraums leitet sich von dem Spiegelbild der Fassaden im Wasser ab. Die so entstandenen kleinmaßstäblichen Flächen ergeben einen bunten Teppich unterschiedlicher Aktivitäten auf Wasserebene. Die seitliche Fassade des neuen Wohngebäudes lässt sich konsequenterweise ebenfalls herunterklappen. (Entwurf: Tommaso Secchi, Dario Ruberti, Lucia Frascerra)

Der Wettbewerb wurde von AWR Competitions organisiert, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, vorrangig jungen Architekten und Büros eine Plattform und ein Netzwerk zu bieten. Mit ebenso funktionalen wie optisch ansprechenden Linienentwässerungen bietet ACO beste Möglichkeiten für die Gestaltung von Freiflächen innerhalb und außerhalb von Gebäuden.

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