Schnittstelle _ architektur _ wasser

 

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Dubai Maritime Museum – Schnittstelle Stadt_Meer

Wo kann man besser das maritime Leben studieren als direkt vor Ort: im Meer. Der Architekt Niko Kapa lässt in seinem Entwurf für ein Meeresmuseum das Gebäude – und damit den Besucher – ins Wasser eintauchen.

Der Entwurf sieht spektakulär aus: Wie eine dreieckige Pfeilspitze bohrt sich das Gebäude ins Wasser. „Das Gebäude gehört zur Stadt und zum Meer und schafft einen permanenten Dialog zwischen beiden“ so der Architekt. Um dies auch im Inneren erlebbar zu machen, ist das Dach der Spitze verglast. Es entsteht ein besonderes Unterwasser-Erlebnis. An der Spitze gibt es eine Schleuse, sodass das Museum mit einem U-Boot angesteuert werden kann.

Doch der Entwurf ist mehr als Effekthascherei. Sowohl die Hinführung zum Gebäude als auch die innere Organisation und Wegeführung ist detailliert durchdacht. In der dreieckigen Form werden die öffentlichen Wege rund um das Gebäude gebündelt. Die Tragwerkstruktur des Glasdaches setzt sich auch im öffentlichen Raum fort.

Im Inneren führen abfallende Ebenen unter die Meeresoberfläche. Gleichzeitig ermöglichen sie einen guten Blick durch das Glasdach und schafft großzügige Raumhöhe für große Objekte. Die Erschließung der einzelnen Ebenen erfolgt seitlich in Kombination mit der Tragwerkstruktur. Niko Kapa: „Das Ergebnis ist ein starker Bezug der Räume untereinander und eine Verzahnung, die helfen eine Atmosphäre totaler Kontinuität zu erzeugen – wie das Meer selbst."

Das National Maritime Museum in London befindet sich zwar nicht am Meer, dafür aber in unmittelbarer Nähe des Nullmeridians, einem für die Seefahrt wichtigen Punkt. 2011 wurde das Museum erweitert. Bei der Freiflächenentwässerung verließen sich die Landschaftsarchitekten auf ACO.




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