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Cruise Terminal

Dieses revolutionäre Konzept für ein Terminal besteht aus einer schwimmenden, dreieckigen, 700 x 700 m großen Konstruktion - groß genug, um drei der weltweit größten Kreuzfahrtschiffe aufzunehmen.

Das schwimmende Terminal liegt ausreichend weit entfernt vom Festland, um auch den größten Schiffen hinreichend Tiefgang zum Anlegen bieten zu können. Seine einfache ikonische Form zeigt sich wie eine elegante natürliche Skulptur fern der Küste.

Das Basis-Dreieck ist an einem Punkt erhöht und bildet so einen kleineren inneren Hafen mit einem spektakulären Einfahrtsbogen. Der erhöhte Punkt dient als Wahrzeichen - eine Signalmarke für das Terminal. Der innere Hafen erlaubt kleineren Schiffen das Anlegen wie in einem geschlossenen Hafenbecken. Von hier verbinden Wassertaxis und Fähren das Terminal mit dem Festland.

Konstruktion und Erscheinungsbild

Das Terminal besteht aus drei schwimmenden Beinen, an denen die Leichtmetallkonstruktion des erhöhten Punkts als frei tragende Konstruktion befestigt ist. Form, Länge und Oberfläche der Hauptkonstruktion garantieren vollständige Stabilität, auch bei der erwarteten Wellenhöhe und -länge von (halb-)offenem Wasser.

Die ganze Konstruktion ist über Ankerkabel mit Dämpfern mit einem Fundament im Meeresboden verbunden. So ist eine Flexibilität in vertikaler Richtung bei gleichzeitiger Stabilität in horizontaler Bewegung gewährleistet. Das Äußere ist mit Aluminiumplatten verkleidet. Sowohl die fließenden Oberflächen der Struktur als auch ihr Aufbau sind Reminiszenzen an das Erscheinungsbild eines Schiffs.

10 Prozent der beträchtlichen Dachfläche sind mit Fotovoltaik-Zellen bedeckt, eine nachhaltige Energiequelle, die den Bedarf an extern zugeführter Energie verringert.

Nachts wird das Terminal dezent blau beleuchtet, um den bläulichen Ton der Aluminiumoberfläche zu betonen. Die Außenseite der skulpturalen Form ist fußläufig erreichbar und bietet eine überraschende Landschaft mitten im offenen Wasser - eine funkelnde Insel von bildhauerischer Qualität.

Terminal

Innerhalb des Terminals sind eine Reihe von Funktionen untergebracht, die die Erfahrung von Reise und Erholung erleichtern und fördern sollen. Um den inneren Hafen herum führt der zentrale Verkehrsbereich zu modernen Geschäften. Er bietet eine Personenbeförderungsmöglichkeit, mit der alle Bereiche des Terminals leicht erreichbar sind.
Drei große Foyers gewähren Zugang zum inneren Hafen, von dem aus Fähren zum Festland fahren. Es gibt über 50.000 m² Geschäftsflächen, direkt zugänglich vom Verkehrsbereich aus, was eine offene und angenehme Atmosphäre zum Einkaufen schafft.

Die Ecken der Dreiecksform beherbergen drei größere Funktionen: Das 180-Betten-Hotel bietet Zimmer sowohl zum Meer hin als auch zum inneren Hof und zum Hafen. Die inneren Räume liegen entlang großzügiger Patios. Die transparenten Patiodächer lassen Licht von oben in den Hotelbereich und in die Gästezimmer.

Das Konferenzzentrum ist über 24.000 m² groß und bietet etwa 30 Meeting-, Konferenz- und Vortragsräume unterschiedlicher Größe - von kleinen Räumen für Personalmeetings bis zu einem Auditorium mit 950 Plätzen.

Das 12.000 m² große Restaurant befindet sich im oberen Punkt des Dreiecks und blickt sowohl auf das offene Wasser als auch auf das Terminal und den inneren Hafen und macht ein Dinner zu einem spektakulären Erlebnis. Insgesamt bietet das Terminal Konferenzräumen, Kinos, Geschäften, Spa, Hotels, Restaurants etc. Raum auf über 160.000 m².

Das schwimmende Ausflugsschiff-Terminal ist eine vollständige Welt für sich - der ideale Ausgangspunkt für jede luxuriöse Kreuzfahrt.

Der Visionär

Koen Olthuis (1971) studierte Architektur und Industriedesign an der Technischen Universität Delft.
Er ist Gründer des niederländischen Architekturbüros Waterstudio.NL, das auf schwimmende Bauten spezialisiert ist, um den Bedrohungen durch Hochwasser und Fluten zu begegnen, die sowohl ein lokales Problem darstellen (ein Drittel des niederländischen Bodens ist dem Meer abgerungen) als auch infolge des Klimawandels ein globales Thema.

2007 wurde Olthuis vom Time Magazine zur Nummer 122 der weltweit einflussreichsten Menschen bezüglich der internationalen Wasserentwicklung gewählt. Seine Vision ist es, weltweit Städte zu bauen,
deren Fundament Wasser ist.

Statische Städte müssen sich zu dynamischen Städten wandeln - bereit, sich an durch den Klimawandel
bedingte Fluten und Fluktuationen anzupassen. Die erste Stadt dieser Art, die unter seiner Ägide entsteht,
ist "The Westland", nahe der holländischen Stadt Den Haag. Ein Projekt mit schwimmenden Sozialwohnungen, schwimmenden Inseln und schwimmenden Apartmenthäusern.


 

 

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