L Bauen in der Antarktis – Neuland für die Architektur
Bauen in der Antarktis – Neuland für die Architektur

Bauen in der Antarktis – Neuland für die Architektur

Der Klimawandel wird die Antarktis als Bauland realistisch machen. Doch bereits heute arbeiten und leben dort Menschen. Wir zeigen zwei Entwürfe: einen für zukünftige Aktivitäten und einen von heute, der aber durchaus futuristisch ist. Beiden gemeinsam ist die Möglichkeit, sich den extremen Bedingungen anzupassen.

Halley VI: Zurück in die Zukunft

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Bereits seit Anfang 2013 ist die britische Forschungsstation Halley VI in Betrieb. Entworfen hat sie das Londoner Büro Hugh Broughton Architects. Dass sie trotzdem futuristisch anmutet, liegt an der Analogie zu Ron Herron Walking City aus den 60er Jahren. Im Fall von Halley VI handelt es sich um miteinander verbundene blaue Forschungs- und Schlafmodule sowie rote Module mit Gemeinschaftseinrichtungen. Sie stehen jeweils auf vier bis sechs hydraulischen Beinen, die mit Skiern versehen sind. Diese Konstruktion hat zwei Gründe. Zum einen sind die Module so mobil und können sich und die Forscher bei Gefahr leicht in Sicherheit bringen. Zum anderer wird dadurch der Eingriff in die Umwelt minimiert. Bis zu 52 Personen können sich im Sommer in der Forschungsstation aufhalten.
Abbildung: © British Antarctic Survey

Forschen an der Zukunft

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Anders das Projekt „Transformable Antarctic Research Facility“ des Architekten Sergiu Radu Pop. Er sieht in der Antarktis auch eine zukünftige Touristendestination. Sein Entwurf kombiniert daher eine Forschungsstation mit einem Kreuzfahrterminal und Ressort. Sergui Radu Pop nutzt diese zwei – teilweise konträren Programme – um ein Gebäude zu entwickeln, das seine Struktur und seine Hülle ähnlich einem lebenden Organismus den wechselnden Umweltbedingungen anpassen kann: mal offener, mal kompakter. Dadurch wird das Gebäude selbst zur Forschungsstation für mögliches Bauen in extremen Umgebungen. Ebenfalls organisch ist die Anmutung des Gebäudes. Es schmiegt sich an die eisbedeckte Küste und ragt bis ins Wasser hinaus.
Abbildung: © Sergiu Radu Pop

Auch ACO ist in der Antarktis präsent und zwar in der deutschen Forschungsstation, der Neumayer-Station III.

An diesem ebenso faszinierenden wie unwirtlichen Ort zählen vor allem Zuverlässigkeit und Langlebigkeit – beides Eigenschaften, die Produkte von ACO auszeichnen.

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