Voile de la mariée: Ein Schleier aus Wasser

„Voile de la mariée“: Ein Schleier aus Wasser

Im Rahmen des „Horizons, Arts Nature en Sancy“-Festivals erschufen die französischen Architekten Louis Sicard und Emil Yusta in Zusammenarbeit mit dem Schreiner Thorsten Fischer eine faszinierende Wasserinstallation namens „Voile de la mariée“. Übersetzt bedeutet der Begriff Schleier bzw. genauer gesagt Brautschleier und erfasst damit sehr treffend die Zartheit der Installation, die Transparenz, Klang und das Spiel mit Licht und Schatten nutzt.

Voile de la mariée: Ein Schleier aus Wasser

Das Wasser war seit Projektbeginn für die Künstler allgegenwärtig und das bestimmende Element. Ein Speicher sammelt das Wasser direkt aus dem örtlichen Wasserfall und reguliert durch „Überfüllung“ den Wasserfluss. Durch einen Filter wird verhindert, dass kleine Ablagerungen und Schmutz-Teilchen in das nasse Element gelangen. Das Wasser fließt anschließend in eine schmale Kiefernholzkonstruktion. Diese schlängelt sich im Zick-Zack, mit 4.000 Löchern und über 40 Metern Länge, durch die atemberaubende Landschaft des Naturparks „Volcans d’Auvergne“. Dabei verteilt sich das Wasser durch die im Abstand von 1 cm angeordneten Löcher gleichmäßig wie ein Vorhang – oder Schleier.

Insgesamt werden in diesem Jahr elf Installationen von elf Künstlern in der Landschaft des Naturparks „Volcans d’Auvergne“ gezeigt. Jährlich zieht das Festival rund 200.000 Besucher an den Puy de Sancy. Er ist mit einer Höhe von 1885 m die höchste Erhebung des französischen Zentralmassivs, etwa 35 km südwestlich von Clermont-Ferrand in der Bergkette der Monts Dore.

Voile de la mariée: Ein Schleier aus Wasser
Voile de la mariée: Ein Schleier aus Wasser

Die Installation „Voile de la mariée“ sowie die anderen Festival-Beiträge sind noch bis zum 28. September 2014 in Le Mont-Dore (Frankreich) zu bewundern.

Fotos copyright: Louis Sicard, festival Horizons « Arts-Nature » en Sancy 2014

Zurück zur Übersicht