Unsichtbare Moses Brücke Fort de Rooeve

Die unsichtbare Moses Brücke

Trockenen Fußes durchs Wasser gehen, so wie einst Moses. Diese Utopie ist mit „Laufgrabenbrücke“ in Holland Wirklichkeit geworden. Die Moses Brücke liegt an der Westbrabantischen Wasserlinie und wurde von dem belgisch-niederländischen Architekturbüro RO&AD im Rahmen der Restaurierungsarbeiten des Fort de Rooeve entworfen.

Unsichtbare Moses Brücke Fort de Rooeve

Das Fort de Rooeve ist eines der rund 45 Forts an der holländischen Wasserlinie, einer alten Verteidigungsanlage aus dem 17 Jahrhundert. Die Wasserlinie ist ein aus Steinen und Sand gebauter Schutzwall, der zur Verteidigung des Landes angelegt wurde. Im Ernstfall wurde das Hinterland vor dem Feind geschützt, indem die Fläche vor dem Wall geflutet wurde.

Mittlerweile wird die Wasserlinie nicht mehr militärisch genutzt. Sie hat den Status eines Denkmals und ist darüber hinaus eine überregionale Wander- und Fahrradroute. Aus dieser neuen Funktion heraus wurde im Rahmen der Umbauarbeiten eine Brücke benötigt. Allerdings erschien den Planern die Vorstellung, eine Brücke über den Graben zu bauen der früher Feinde abhalten sollte, höchst unangemessen: „Deswegen haben wir die Brücke unsichtbar gemacht“.

So kommt es, dass der Schlitz durch das Wasser erst auf den zweiten Blick sichtbar wird. „Erst beim Näherkommen öffnet sich das Fort mit einem schmalen Graben“, so die Planer: „Wie Moses, der das Rote Meer geteilt hatte, kann man dann durch das Wasser gehen.“

»Wie Moses, der das Rote Meer geteilt hatte, kann man dann durch das Wasser gehen.«

Übrigens: Damit der Pegel immer gleich und die Laufgrabenbrücke auch bei Regen trocken bleibt, wurden auf beiden Seiten des Grabens Überlaufgräben eingerichtet, die das überschüssige Wasser ableiten.

Unsichtbare Moses Brücke Fort de Rooeve
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