Krøyers Plads – Hafenarchitektur neu interpretiert

Krøyers Plads – Hafenarchitektur neu interpretiert

So monolithisch kann die Schnittstelle architektur_wasser gestaltet werden: Die Architekturbüros COBE und Vilhelm Lauritz Architects platzieren drei skulpturale Baukörper für Wohnen und Gewerbe zwischen historischen Lagerhäusern im ehemaligen Hafen von Kopenhagen.

Krøyers Plads – Hafenarchitektur neu interpretiert

Entscheidend für den Entwurf war das Grundstück, seine Lage und Geschichte. Das historische Umfeld und die Zentrumsnähe machen das Gebiet zu einem beliebten Treffpunkt für die langen dänischen Sommernächte. Dennoch lag das Grundstück lange brach. Der Grund: Unterschiedliche Entwürfe waren immer wieder in die Kritik geraten und verworfen worden. COBE und Vilhelm Lauritz Architects setzten von Anfang an auf die Beteiligung der Bevölkerung.

Ihr Entwurf sieht drei Gebäude vor: zwei im rechten Winkel zum Wasser als Fortführung der bestehenden Struktur, ein weiteres Gebäude quer dazu als Abschluss des kleinen Hafenbeckens. Hinsichtlich der Ausführung wurden die Anwohner zu „Planern“. Sie konnten beispielsweise über die Gebäudehöhe und die Materialität mitbestimmen. Der Planungsprozess hat insgesamt zwei Jahre gedauert.

Das Ergebnis sind drei monolithisch-skulpturale Baukörper. Durch die gefalteten Dächer und die Massivität treten die neuen Gebäude in einen Dialog mit der bestehenden historischen Bausubstanz. Gleichzeitig ist die Architektur eine einfühlsame Neuinterpretation der typischen Kopenhagener Lagerhäuser. Darüber hinaus wurden die Gebäude mit dem Nordic-Eco-Label zertifiziert.

Die Strategie ist aufgegangen: Sowohl die Kopenhagener als auch die Fachwelt nahmen das Projekt sehr positiv auf: Die 105 Appartements waren bereits vor der Fertigstellung verkauft. Der renommierte MIPIM Arward sowie der Green Good Design Arward bestätigen die architektonische Qualität.

Nicht immer ist die Beziehung zwischen der Stadt Kopenhagen und Wasser so harmonisch: Starke Regenfälle haben 2011 zu schweren Überschwemmungen geführt. In der Folge entstanden kreative Konzepte zum Umgang mit Regenwasser in der Stadt. Die „Klimafliese“ des Büros Tredje Natur will mit Hilfe des Rigolensystems ACO Stormbrixx Regenwasser unter den Gehwegen sammeln und so eine bisher monofunktional genutzte Fläche auch gestalterisch aufwerten.

Fotos: Copyright Rasmus Hjortshøj - COAST

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