Schnittstelle _ architektur _ wasser

Brücke zwischen Stadt und Wasser

Das die Architekten von JDS die Qualitäten des Wassers als Vorteil für ihre Heimatstadt Kopenhagen zu nutzen wissen, haben sie bereits mit dem im Fluss liegenden Freibad »Islands Brygge« bewiesen. Nun haben sie am gegenüberliegenden Ufer das Projekt »Kalvebod Brygge« realisiert. Der Anspruch: die Belebung eines bisher funktional geprägten Geschäftsviertels.

Das Projekt versteht sich als Erweiterung des Stadtraums auf dem Wasser: In einer wellenförmigen Bewegungen schwingt sich ein Steg zweimal vom Ufer aufs Wasser und wieder zurück. Er umschließt so zwei Becken, die für unterschiedliche Aktivitäten genutzt werden. Das nördliche Becken wird als Strandbad genutzt, das südliche Becken ist Wassersport vorbehalten.

Auch der Steg selbst kann unterschiedlich bespielt werden. Er weitet sich zum öffentlichen Platz, unterschiedliche Ebenen über und nebeneinander bieten Raum für Funktionen wie Umkleidekabinen und Ruderclub. Geplant sind Festivals, Ausstellungen und Kunstmärkte als Angebot für die in den letzten Jahren entstandene kreative Szene Kopenhagens.

Die Form berücksichtigt sowohl die bestehende städtebauliche Situation als auch Sonnenstand und Windbedingungen. An den Schnittstellen der Struktur mit dem Ufer werden drei bestehende Plätze integriert und so ans Wasser herangeführt. Der Schwung des Steges richtet sich nach dem Schattenwurf der ufernahen Hochhäuser. Die Verzahnung von Bestand und Entwurf zusammen mit der räumlichen und architektonischen Qualität des Projektes schaffen ein neues Stück Stadt für die Bewohner Kopenhagens.


 

 

Das wird Sie auch interessieren

zurück zur Übersicht
TOP